Gestalten mit Schärfe und Unschärfe

Unsere Digitalkameras haben den besten Autofokus der Welt !
Schärfe im Foto ist also kein Thema – oder ?

Unschärfe durch Verwackeln

Foto-didaktische Belichtungsübungen im Husumer Binnenhafen

Bei den Belichtungsübungen in unserem Fotokurs werden wir es – ungewollt, bewusst oder wider besseres Wissen – auch mit Unschärfen im Bild zu tun bekommen. Das hängt mit der Belichtungszeit zusammen.

 Das Gestalten mit Schärfe und Unschärfe wird im Fotokurs eines unserer Schwerpunkt-Temen sein.

Ältere (Analog-) Objektive haben zum Einstellen der Schärfe noch einen markierten Einstellring (mit End-Anschlag beim „Unendlich“-Zeichen = der liegeden Acht); je näher das scharf einzstellende Objekt war, umso weiter musste der Fotograf die Einstell-Schnecke herausdrehen. Heute macht das unser Autofokus.
Absolute Schärfe gibt es aber nur in einer – mehr oder weniger eng begrenzten – Schärfe-Ebene. Die ist abhängig von der Blende und dem Abbildungsmaßstab, der wiederum von der Brennweite und dem Abstand zum Objekt abhängt (Fotokurs-Mappe, Fotografisches Gestalten mit langen Brennweiten).
Je kleiner die Blenden-Öffnung (= je größer die Blenden-Zahl), umso mehr wächst die Schärfe in die Tiefe: doppelte Blendenzahl = doppelte Schärfentiefe (ausprobieren, am besten mit Tele – da wird der Effekt deutlicher als mit einem Weitwinkelobjektiv).

Selektive Schärfe fern - nah

Selektive Schärfe durch Auswahl der Schärfe-Ebene

Dieses optische Gesetz lässt sich in der Bildgestaltung anwenden: Selektive Schärfe nennt sich der Effekt (der Kontrast zwischen Schärfe und Unschärfe). Er ist umso deutlicher, je größer die Brennweite und je kleiner die Blendenzahl und je geringer der Abstand zum (scharf eingestellten) Objekt im Bild sind.

Je länger die Brennweite, umso größer ist die Gefahr, das Foto zu „verwackeln“; entscheidend ist hierbei die Belichtungszeit – wenn aus der Hand fotografiert wird oder Motive in Bewegung sind (die Rapsblüten im Wind, die Windräder und fliessendes Wasser). Mit solchen Wisch-Effekten lassen sich mit längeren Belichtungszeiten – vom Stativ oder „mit-ziehen“ aus der Hand ungewöhnliche, überraschende, spannende Fotos gestalten.

Wasser und Wind: mit Belichtungszeiten spielen

Wasser und Wind: mit Belichtungszeiten spielen

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1 Response to Gestalten mit Schärfe und Unschärfe

  1. Andre sagt:

    Vielen dank für die tollen Tipps. Hoffe das meine Fotos jetzt viel besser werden.
    Gruß Andre

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