Belichtungsübungen

Am Dienstag, den 30. April treffen wir uns um 18:00 Uhr am Husumer Binnenhafen und machen foto-didaktische Belichtungsübungen.

Übungsziel:
unsere Kameras besser kennenlernen (Bedienung, Zusammenhänge zwischen Blende, Belichtungszeit und Schärfe – fotografische Grundlagen):

Lichtempfindlichkeit ISO von „AUTO“ auf den niedrigsten Wert umstellen.

Fotografieren Sie zunächst mit dem BelichtungsmodusA“ oder „AV„.
Bei dieser Einstellung wird die Blende (die Öffnung im Objektiv) – vorgewählt, die Kamera sorgt mit der dazu passenden Belichtungs- oder Verschluss-Zeit für die richtige Helligkeit des Fotos.
Bei kleiner Blendenzahl (Blende 5,6 im linken Bild unten) ist die Öffnung groß, die Verschluss-Zeit fällt kurz aus; bei großer Blendenzahl (Blende 22 im rechten Bild unten) ist die Öffnung klein, der Verschluss muss lange offen bleiben, um die richtige Menge Licht einzusammeln.

Unschärfe durch Verwackeln

Foto-didaktische Belichtungsübungen im Husumer Binnenhafen

Bei längeren Belichtungszeiten (so ab 1/60-stel bis 1/30-stel Sekunde, je nach Brennweite und Bildstabilisator) werden unsere Aufnahmen zunehmend unscharf = verwackelt. Da hilft ein Stativ (soweit vorhanden).

Stellen Sie den Belichtungsmodus von „A“ / „AV“ auf „S“ oder „TV„, um statt der Blende feste Belichtungszeiten zu wählen.
Beginnen Sie zum Beispiel mit 1/125-tel Sekunde. Halbieren Sie die Belichtungszeiten jeweils (1/250-stel, 1/500-stel usw) und achten Sie auf Warnhinweise (z.B. Blinken einer Zahl). Irgendwann werden die Aufnahmen zu dunkel, weil die Blendenöffnung im Objektiv nicht mehr groß genug ist, um noch genug Licht einzusammeln. (Bei ISO-Einstellung auf AUTO würde die Kamera ihre Lichtempfindlichkeit automatisch erhöhen, um bei diesem Spiel mithalten zu können.)

Machen Sie das Experiment auch zu den längeren Belichtungszeiten hin (1/15-tel, 1/8-tel, 1/4-tel usw). Irgendwann werden die Fotos zu hell, weil das Objektiv die Blende konstruktionsbedingt nicht beliebig weit schliessen kann (bei Blende 16 oder 22 oder 32 ist Schluss).

Schauen Sie sich beim Betrachten der Fotos auf dem Computer die Einstellungen an:
In der Windows Fotoanzeige mit der rechten Maustaste das Foto anklicken, im öffnenden Fenster unten den Menu-Punkt Eigenschaften und im Register „Details“ wählen.

Mit der +/- Korrekturtaste können wir die Helligkeit der Aufnahmen beeinflussen. Bei Abendlicht macht das Sinn, denn damit bekommen Fotos Stimmung, man kann einen fotogenen Himmel über einem dunklen, silhouettenhaften Vordergrund betonen (Korrektur in Richtung – Minus),
oder dem Vordergrund Zeichnung geben (+ Plus Korrektur), wobei der Himmel zu hell und blass erscheinen wird.

Belichtungsreihe am Husumer Hafen

Der Weiss-Abgleich („WB“ – white balance) bestimmt die Farbwiedergabe der (JPEG-) Fotos. Im AUTOmatik-Modus korrigiert die Kamera die vom Tageslicht abhängige Farbtemperatur und die unterschiedlichen Lichtquellen (z.B: Kunstlicht).

Vier Beispiele für Weissabgleich

Probieren Sie alle Einstellungen durch, die Ihre Kamera anbietet.

Die Ergebnisse der Foto-Strecken lassen sich besser auswerten und vergleichen, wenn sie vom Stativ fotografiert wurden.

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